Die guten Anbaubedingungen für Mais und Soja in den USA sowie der Handeslsstreit mit China haben die US-Kurse gestern weiter unter Druck gebracht. Die Veränderung der EU-Weichweizenexporte gegenüber der Vorwoche war erneut schwach (ca. 343 Tsd. t). Gegenüber der Rekordernte des Vorjahres wird die russische Weizenernte durch die Trockenheit in einzelnen Regionen von UkrAgroConsult mittlerweile ca. 15 % kleiner eingeschätzt. Die sehr guten Ertragsaussichten in Frankreich begrenzen dagegen weiterhin die Kursanstiege an der Matif. Weizen baute dort die gestrigen Gewinne des Tages am Ende ab und schloss mit leichten Verlusten. Heute morgen folgt Weizen an der Matif den negativen US-Vorgaben.


Der Deutsche Raiffeisenverband hat die Getreideproduktion gegenüber dem Vormonat um 2 Mio. t kleiner (auf 43,8 Mio. t) geschätzt. Durch die regionale Trockenheit in Deutschland soll unter anderem die Weizenproduktion ca. 4,5 % kleiner ausfallen als bisher erwartet. Durch insgesamt kleinere Rapserträge soll sich die Produktionsmenge auf 4,06 Mio. t belaufen (Vormonat 4,13 Mio. t). Die US-Weizenkurse haben gestern stärker zugelegt, als die Kurse an der Matif. Im Rahmen der guten Anbaubedingungen in Frankreich und des festeren Euros gegenüber dem US-Dollar werden die Kursanstiege an der Matif begrenzt. Die Verunsicherungen aus dem US-Handelsstreit mit China sorgten beim US-Mais- und Soja gestern weiter für Druck.


Positive US-Vorgaben sorgen auch beim Weizen an der Matif für etwas Unterstützung.


In den USA ist die Frühjahrsaussaat fast beendet. Der Aussaatfortschritt liegt bei allen Produkten über dem Schnitt der letzten 5 Jahre. Die Pflanzenzustände für Mais und auch für Sojabohnen werden insgesamt sehr gut bewertet. Die regional trockenen Bedingungen in Deutschland, Polen und der Ukraine untermauern die Weizenkurse an der Matif leicht.


Zu Beginn der neuen Woche belasten negative US-Vorgaben die Weizenkurse an der Matif. Der Euro handelt gegenüber dem US-Dollar heute morgen erneut fester (1,173) und belastet zusätzlich die Matifkurse. Für die beginnende Ernte auf den südl. US-Winterweizenplains sind die aktuell trockenen Bedingungen gut. Auf den Sommerweizenregionen sollen, nach den etwas trockeneren Bedingungen Ende Mai, in diesen Tagen Niederschläge für Entspannung sorgen.