Gemäß einer USDA Tagesmeldung haben die USA gestern 1,646 Mio. t Mais an Mexiko verkauft. Die EU-Weichweizenexportveränderung zur Vorwoche war mit ca. 626 Tsd. t zwar gut, allerdings stehen Maisimporte von ca. 762 Tsd. t dagegen. Heute Abend gibt das USDA seine monatlichen Schätzungen raus.


Die US-Exporte lagen in der Vorwoche mit ca. 711 Tsd. t deutlich über den Erwartungen (300-600 Tsd. t). Daneben gab es eine Tagesmeldung über einen US-Verkauf von 224 Tsd. t. Entsprechend positiv gaben sich die Kurse kurz vor dem Wochenende. An der Matif startet Weizen heute seitwärts. Raps steht unter dem Druck negativer Palmölvorgaben (Mehrjahreshoch bei den Palmölbeständen in Malaysia per Ende November).


Nach einer satelitengestützten Anbauflächenvermessung durch die Kleffmann Group haben Hessen und Sachsen-Anhalt mit einer Reduzierung von 37 bzw. 36 % der Anbaufläche für Winterraps 2018/19 den größten Rückgang im Bundesländervergleich gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen. Deutschlandweit soll die Anbaufläche 21,6 Prozent kleiner sein als im Vorjahr. Mit der Festnahme der Tochter des chinesischen Huawei Gründers Ren Zhengei in Kanada könnte der Handelsstreit zwischen China und den USA erneut eskalieren. Statcan lag mit seiner Schätzung der Canolaproduktion 2018 in Kanada mit 20,34 Mio. t unter den Erwartungen und dem Vorjahr. Im Umfeld von schwachen Palmöl- und Sojakursen gab Raps an der Matif gestern trotzdem nach.


Coceral hat gestern die europäische Weizenproduktion gegenüber September für 2018/19 um 1,3 Mio. t auf 137,2 Mio. t leicht kleiner geschätzt . Insbesondere für Frankreich wurde die Produktion um eine Mio. t auf 35,9 Mio. t reduziert. Die europäische Maisproduktion 2018/19 erhöhte Coceral gegenüber den Septemberdaten um ca. 1,6 Mio. t auf 60,5 Mio. t. Raps profiterte an der Matif von der Prüfung auf eine möglichen Wiedereinführung der Importzölle auf argentinischen Biodiesel durch die EU-Kommission.


Die Europäische Kommission wird die Wiedereinführung der Zölle auf argentinischen Biodiesel erneut prüfen. Seit dem Verzicht auf Zölle im vergangenen Jahr wurde der argentinische Biodiesel größtenteils (billig) in die EU eingeführt. Von einer Wiedereinführung der Zölle könnte Raps an der Matif profitieren. In der Erwartung, das die OPEC in ihrer Sitzung am Donnerstag eine Drosselung der Ölfördermengen verkünden könnte zogen die Energiekurse gestern wieder an. Aufgrund der schwachen US-Nachfrage wird auch Kanada seine Ölproduktion verringern. Russlands Weizenexport lag bis November trotz 15 % kleinerer Ernte 2018 gegenüber 2017 ca. 20 % über der Vorjahresmenge zum gleichen Zeitpunkt. In der zweiten Novemberhälfte ging die Exportgeschwindigkeit gegenüber der ersten Monatshälfte deutlich zurück (-40 %). Das öffnet nun ggf. für Frankreich, USA und Argentinien Möglichkeiten, Weizen besser am Exportmarkt zu plazieren.