Für Weizen und Raps fehlen zu Beginn der neuen Woche unterstützende Impulse. Die Sojakurse gaben am Freitag weiter nach. Neben den besseren Wetterbedingungen auf den US-Cornbelts und den schwachen wöchentlichen Exportzahlen geht die Sojaaussaat in Brasilien zügig voran. Auf der Energieseite sind die Kurse heute morgen leicht fester als am Freitag.


Schwache wöchentliche US-Exportdaten für Sojabohnen und Mais haben gestern die Kurse weiter unter Druck gebracht. Daneben wirken die aktuell guten Wetterbedingungen in der laufenden US-Ernte negativ. Die Sorgen um die Winterungen im Rahmen der Trockenheit in Frankreich und Deutschland werden an der Matif aktuell nicht abgebildet. Der Druck durch günstigen Importmais überwiegt. Lediglich der schwächere Euro gegenüber dem US-Dollar sorgt heute Morgen für leicht positive Vorzeichen an der Matif.


Von der Energieseite sowie vom Palmöl kommen negative Kursvorgaben für den Raps. Beim Weizen mangelt es heute morgen ebenfalls an unterstützenden Impulsen.


Gestern morgen waren die Vorgaben für den Weizen von der US-Seite etwas fester. Die Matif startete ebenfalls fester, gab die Gewinne im Tagesverlauf wieder ab. Die Wetterbedingen für die Ernte auf den US-Cornbelts sowie der Aussaat auf den zentralen Winterweizenplains verbessern sich aktuell täglich. Aus der Ukraine werden aus den bisherigen Daten der bereits geernteten Flächen (ca. 40 %) sehr gute Maiserträge gemeldet. In den Zentralen und westlichen Regionen hat die Maisernte jetzt begonnen und es zeichnen sich ebenfalls hohe Erträge ab.


Soja fand gestern einerseits durch den schleppenden Erntefortschritt nach den Niederschägen der letzten Wochen auf den US-Cornbelts Unterstützung (38 % per 14.10. geerntet, 5-Jahresschnitt: 53 %). Daneben lagen die wöchentlichen US-Exportverschiffungen mit 1,1 Mio. t, inkl. zwei Schiffe für China, über den Erwartungen. Die Veränderungen der EU-Exporte für Weichweizen waren in der letzten Woche erneut schwach. Der Deutsche Raiffeisenverband schätzt die Körnermaisernte auf 2,7 Mio. t und damit 40 % kleiner als im Vorjahr (Augustschätzung 2,3 Mio. t).