Gerüchte über mögliche Weizenexportbeschränkungen Russlands nach der schwächeren Ernte haben am Freitag Mittag für deutliche Kursanstiege gesorgt. Die Gerüchte wurden nicht bestätigt. Klar ist, dass Russland in 2018/19 weniger Weizen exportieren wird als im Rekordvorjahr und nach dem schnellen Exportstart 2018/19 ggf. anders als in den vergangenen beiden Jahren nicht komplett bis zum Ende der Kampagne als Weizenexporteur am Markt ist.


US-Sojabohnen profitierten gestern von den möglichen neuen Gesprächen im Handelsstreit zwischen den USA und China. US-Weizen profitierte nur kurz von den sehr guten Exportdaten für die Vorwoche (803 Tsd. T). Trockene Böden und Prognosen über trockene und warme Bedingungen in Frankreich und Deutschland für die kommenden Tage bereiten insbesondere bei der anstehenden Rapsaussaat Sorge.


Zwischen den USA und China soll es im Laufe des Monat Gespräche zum Handelsstreit geben. Diese neue Annäherung hat insbesondere bei den Sojabohnen für Kursunterstützung gesorgt. Nach den Verlusten Ende der letzten und Anfang dieser Woche erholen sich die Weizenkurse an der Matif anteilig.


Der schwächere Euro gegenüber dem US-Dollar (1,133) bremst die Verluste an der Matif leicht. Ägypten hatte gestern 420 Tsd. T Weizen aus Rumänien/Russland gekauft. In Frankreich ist heute Feiertag.


Die USDA-Daten vom Freitag haben gestern für deutliche Kursverluste beim Weizen, Raps und Mais gesorgt (Weizen Matif Dez. 18: -6,- €/t). Insgesamt sind die Finanzmärkte aktuell sehr wankelmütig. Die Veränderung der EU-Weichweizenexportdaten war in der letzten Woche gegenüber der Vorwoche schwach (ca. 164 Tsd. t).