Für den Raps sind die Vorgaben heute morgen leicht negativ (etwas festerer Euro gegenüber dem US-Dollar, rückläufige Palmölkurse). Algerien hat 660 Tsd. t Weizen optionaler Herkunft gekauft. Der Tender könnte anteilig mit französischem Weizen bedient werden. Nach den bisherigen Rückmeldungen aus der französischen Maisernte sind die Erträge (im Schnitt ca. 11 t/Ha) insgesamt besser zuletzt von Coceral (9,3 t/Ha) erwartet.


Die Aussicht auf trockenere Bedingungen für die laufende Mais- und Sojaernte in den USA wirkt aktuell negativ auf die Kurse. Auf den Hauptanbauregionen für Sojabohnen und Mais in Brasilien hält die Trockenheit bisher an. Zum Wochenende werden dort Niederschläge erwartet. In der Ukraine sind 39 % der Maisfläche geerntet. Die bisher geernteten Erträge enttäuschen. An der Matif folgt Raps heute morgen den negativen Vorgaben der Sojaseite. Weizen startet geringfügig schwächer.


Nachdem die $10-Marke (pro Bushel) für Sojabohnen auf dem Fronttermin nicht geknackt wurde, geben die Sojabohnen- und damit auch die Rapskurse nach. Weizen profitierte zu Beginn an der Matif von Shorteindeckungen auf der US-Seite, gab die Zugewinne im Tagesverlauf allerdings größtenteils wieder ab. Mais gab an der Matif im Rahmen der reduzierten EU-Importzölle und dem Konkurrenzdruck aus der Ukraine deutlich nach. Der schwächere Euro gegenüber dem US-Dollar bremst heute morgen etwas die Kursverluste an der Matif.


Entgegen der Erwartungen hat das USDA die US-Sojabohnenerträge 2017/18 gegenüber dem Vormonat überraschend etwas reduziert. Daneben wurde der Endbestand für US-Sojabohnen 2016/17 ca. 1,2 Mio. t kleiner geschätzt als im Vormonat auf 8,2 Mio. t. Das brachte zum Abend Schwung in den Ölsaatenkomplex. Beim US-Mais wurden die Erträge dagegen höher geschätzt als im Vormonat und als erwartet. Beim weltweiten Weizen wurde der Endbestand 2017/18 gegenüber dem Vormonat ca. 5 Mio. t höher geschätzt (auf rekordhohe 268 Mio. t). Erwartet war eine Schätzung auf dem Niveau des Vormonats. Höhere Produktionsschätzungen gab es insbesondere für die EU (+2,2 Mio. t), Indien (+2,4 Mio. t) und Russland (+1 Mio. t). An der Matif bleibt Weizen unter Druck.


Vor dem heutigen USDA-Report sind nur kleine Kursbewegungen an der Matif zu erwarten. Beim Raps wurden vor dem heutigen Report Shorts eingedeckt. Auf den US-Ernteflächen für Mais und Soja werden bis Samstag vorerst geringere Niederschläge erwartet. Die Währung (fester Euro gegenüber US-Dollar) deckelt weiterhin die Kurse an der Matif.